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Wie üblich fängt man bei der Geburt an, wenn man seine Lebensgeschichte erzählt. So auch ich. Allerdings beschränke ich mich auf nur wenige Daten und möchte diese mehr in Geschichten als in Tabellen darstellen. Wäre ich eine berühmte Person, könnten Sie hier jetzt meine Biographie oder Memoaren lesen. Aber so schlimm wird es nicht.
Also ich wurde geboren – was auch sonst. Klonen war damals noch nicht in. Es ist schon ein paar Jahre her, auf alle Fälle im letzten Jahrtausend und es war in Trostberg Landkreis Traunstein. Kaum waren 3 Monate ins Land gegangen, zogen meine Eltern nach München und nahmen mich glücklicherweise auch mit. So wuchs ich in München am westlichen Stadtrand auf. Der Stadteil hies Laim und es war weit und breit im Westen kein anderes Gebäude zu sehen und es gab noch keine Straßenbahn. Für Kinder nicht schlecht. So wie ich größer wurde entwickelte sich auch Laim und die angrenzenden Stadteile Kleinhadern, Pasing und später dann auch die Blumenau.
Meine Schulbildung erhielt ich in der Schule an der Senftenauer Straße. Mit
14 Jahren hatte ich das Glück, bei Siemens und Halske in der Tübinger Straße
eine Ausbildung machen zu können. Nachdem mich die elektrotechnischen
Aktivitäten meines älteren Bruders inspiriert hatten und ich auch schon selber
gewisse Bekanntschaft mit dem elektrischen Strom machte, wollte ich Radio- und
Fersehtechniker werden. Der nette Herr bei Siemens eröffnete mir, dass dies
nicht ausgebildet wird, ich aber anstatt dessen so etwas wie Fernmeldemonteur
lernen könnte. Ich hatte keine Ahnung was man da tut, aber weil ich gerade
schon mal hier war, sagte ich zu. Immerhin konnte ich nach 3 ½ Jahren die
Prüfung mit sehr guten Erfolg abschließen und es hat mir Spaß gemacht. Heute
gibt es diesen Beruf in dieser Form nicht mehr und vor allem heisst er anders.
Der Kommunikationselektroniker Telekommunikation (KETE) war der Nachfolger und
unterschied sich durch wesentlich mehr Elektronik im Berufsbild, wo vorher nur
Relais vorherrschten. Bei der nächsten Reform änderte sich erneut der Name.
Jetzt heisst der Beruf Informationstechniker Systemelektroniker (ITSE) oder der
noch mehr Computer orientierte Beruf Fachinformatiker Systemintegration (FISI).
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Kurz nach der Lehre sprach mich der damalige Ausbildungsleiter an, ob ich
nicht Lust hätte als Ausbilder tätig zu werden. Ich sagte zu und bereue es bis
heute nicht, diese Entscheidung getroffen zu haben. Eine meiner ersten
Herausforderungen war, der Aufbau einer Werkstatt für die Elektronikausbildung
für den o.g. KETE. Es wurden Dinge wie Dioden, Gleichrichter und Transistoren
und die dazu passenden Grundschaltungen vermittelt. Dieser Abschnitt war für
mich sehr wichtig, habe ich selbst doch am meisten gelernt. Aus dieser Werkstatt
entstand dann die große Ausbildungswerkstatt für das 3. Und 4. Lehrjahr des
KETE. Es kamen Schaltungen mit integrierten Bausteinen der Digital- und
Analogtechnik hinzu. Und wieder war ich es, der am meisten gelernt hat.
Dann wurde es Zeit, den Computer in die Ausbildung zu integrieren. Kurz
vorher hatte ich mir privat bereits einen Computer zugelegt: Commodore CBM 3016.
Die technischen Daten sind heute unglaublich. Konnte man mit so einer Kiste überhaupt arbeiten? Man konnte!
- Taktfrequenz 1 MHz
– Prozessor 6502
– RAM 16 KB (ja richtig gelesen: Kilobyte)
– Zur Datenspeicherung diente der Kassettenrekorder Datasette
– Programmiersprache BASIC
In der Firma wurden vereinzelt PCs angeschafft und es war eine große Ehre, wenn man einen bekam. Welch ein Glück, ich war dabei. MS-DOS 2.11 war damals das Betriebssystem. Ich hatte mir später auch einen IBM-kompatiblen PC gekauft. Es war wieder ein Commodore: PC10 hieß das gute Stück. Er hatte bereits 1 Diskettenlaufwerk, 256 KB Arbeitsspeicher und eine Festplatte mit 10 MB. Unter der Haube mühten sich bereits 4,75 MHz die Befehle im Prozessor 8086 zu verarbeiten.
Meine große Leidenschaft war das Programmieren. Es entstanden viele kleine Programme, die die Welt nie vermisst hat. Von GWBASIC über den Basic-Compiler von Microsoft PDS 7.1 kam dann schon ein Visual Basic, das noch keine grafische Oberfläche brauchte. Zwischendurch habe ich mich mit dem MASM (Microsoft Assembler) in die Niederungen der Assemblerprogrammierung begeben. Eine Faszination wie klein und schnell die Programme waren, trotz der wenigen Megahertz.
Im Jahre 1978 legte ich die Meisterprüfung im Fernmeldemechaniker-Handwerk ab. In der Firma wurde ich im Laufe der Zeit mit immer neuen Aufgaben betraut. Eine verkürzte Ausbildung zum Kommunikationselektroniker Informationstechnik für Abiturienten. Anschließend Erwachsenenweiterbildung mit Themen rund um den Computer, Betriebssystem und Anwendungsprogramme. Zuletzt und heute noch aktiv, Umschulung zum Fachinformatiker Systemintegration. Jeder dieser Abschnitte hatte seinen Reiz und machte(mache) ich gerne.
So, das wars mal zum beruflichen Werdegang, der sich über viele Jahre
hinzog. Immerhin konnte ich 1992 mein 25jähriges Dienstjubiläum feiern. (Psst,
nicht weitersagen! Ist heute nicht mehr in, so lange in einer Firma zu sein.)
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Ein
großes Hobby war die Filmerei. Es entstanden einige nette kleine Filme, gedreht
in Super 8 und Kodakcolor (Agfacolor war auch dabei). Dabei entstanden auch
schon mal größere Werke auf den Urlaubsreisen nach Korsika und Frankreich.
Meine erste Filmkamera war eine Eumig Viennette 2; später die Nizzo 48 von
Braun. Ich habe mich intensiv mit der Filmerei auseinandergesetzt. Kein
gedrehter Film wurde ohne einem vernünftigen Filmschnitt
"veröffentlicht". Weil es bei der Videographierei bis heute nicht zu
vernünftigem Preis möglich war, einen Schnitt durchzuführen, habe ich damit
nie begonnen. Vielleicht wird's ja noch was.
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Die
Leidenschaft zu Tonbandgeräten und aufzeichnen von Musik hatte ich von meinen
beiden älteren Brüdern abgeschaut. Da ich noch kein eigenes Tonbandgerät
besaß, war das Gerät von meinem Bruder immer das Ziel meiner Begierde. Er
wollte dies natürlich vehindern und sperrte den Deckel des Gerätes ab. Obwohl
meine Fähigkeiten in mechanischen Arbeiten und Metallbearbeitung nicht
besonders toll waren, gelang es mir jedoch bald einen Dietrich herzustellen. So
wurde das Gerät optimal genutzt: tagsüber durch mich und abends durch meinen
Bruder. Es ist also keine neue Erfindung der Industrie, Maschinen möglichst 24
Stunden zu nutzen. Irgendwann hatte ich dann mein eigenes Gerät: das berühmte
Uher Royal de Luxe. Später kam dann noch ein moderneres Tonband von der Firma
ASC dazu, welches ich heute noch besitze. Inzwischen bin ich dazu übergegangen,
die Musik als MP3-Datei zu konvertieren und digital auf dem Server zu speichern.
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Eines Tages kam in mir der Drang auf, meine Stimme in den "Äther"
zu schicken. Ich wurde Amateurfunker. Noch bevor ich die Prüfung erfolgreich
ablegte hatte ich bereits ein Funkgerät: ein TS700 S von Kenwood. Mein erstes
QSO (=Gespräch) führte ich über das Münchner Stadtrelais DB0ZM. Mensch war
ich aufgeregt. Ich hatte schweißnasse Hände, als sich auf meinen CQ-Ruf (=ein
allgemeiner Ruf eines anderen Amateurfunkers) tatsächlich ein OM (= der
Amateurfunker) meldete. Die nächsten Verbindungen gingen dann schon viel
leichter und gelassener. An meinem jetzigen QTH (= Standort) habe ich eine tolle
Antennenanlage auf dem Dach. Leider komme ich nicht mehr dazu diese zu nutzen.
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass derzeit gar kein Funkgerät aufgebaut
und angeschlossen ist.
Diese seltsamen Abkürzungen (QSO, CQ, OM, QTH und viele andere mehr) sind in der Funktechnik üblich und dienen der Verständigung zwischen den Gesprächspartner ohne lange Worte machen zu müssen. Eigentlich entstanden diese Abkürzungen zu Zeiten der Morsetelegrafie, wo es noch sehr mühsam war, viele "Worte" zu machen. Außerdem ist es dadurch möglich auch mit Funkpartnern in fernen Ländern Kontakt aufzunehmen ohne deren Sprache zu verstehen. Immerhin ist es auf Kurzwelle mit geringer Leistung (10 – 50 Watt) möglich, um den ganzen Erdball zu funken. Ich selbst habe jedoch Kurzwelle nie gemacht. Meine Lizenz erlaubte nur das Funken auf UKW und höher. Ach so, mein Rufzeichen: DG2CB.
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Die Computerei hat sich inzwischen mehr und mehr breit gemacht. Inzwischen stehen bereits 4 PCs herum, die natürlich miteinander vernetzt sind. Und wenn schon vernetzt dann natürlich gleich mit 100 MB/s. Einer der Rechner dient als Fileserver auf dem zentral die Daten abgelegt sind. Macht ja auch Sinn, wenn man diese mit unterschiedlichen Rechner bearbeiten will. Dazu gehört natürlich auch diverses Zubehör: Drucker, Scanner, Digitalkamera. Da man ja schließlich auch die Verbindung mit der Welt aufnehmen möchte, habe ich nicht nur einen ISDN-Anschluss sondern selbstverständlich auch T-DSL. Weil man schließlich von jedem Rechner ins Internet gelangen möchte, habe ich auch einen DSL-Router im Einsatz.
Neben Windows XP benutze ich auch Linux. Seit kurzem Ubuntu 8.0.4. Bis auf ein paar Kleinigkeiten bin ich mit Ubuntu sehr zufrieden. Der Desktop ist übersichtlich gestaltet und intuitiv bedienbar.
Weil ich schon bei den Hobbies bin: meine Homepage gehört auch dazu. Ich weis natürlich, dass die Welt nicht gerade darauf gewartet hat, bis ich präsent war. Wie vieles andere auch (siehe oben) mache ich dies um zu lernen. Nur wenn man sein eigenes Netzwerk aufbaut und betreut, einen Router einsetzt, sich selber mit HTML herumschlägt und und und ... Ich kapier die Dinge dadurch besser, was mir wiederum im Beruf hilft.
Jetzt aber mache ich Schluss. Wahrscheinlich werden eh‘ nur wenige bis hierher gelesen haben. Eigentlich sollten die mit einem "GutPunkt" belohnt werden.
Vielen Dank für Ihre Geduld und Ausdauer!
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